WIE HABEN SICH DIE ARBEITSRÄUME DURCH COVID VERÄNDERT
Im Laufe der vergangenen Monate haben wir eine tiefgreifende Veränderung des kommerziellen Immobilienmarktes erlebt. Dabei hat sich der Trend abgezeichnet, dass die traditionellen Arbeitsräume neu gestaltet werden müssen. Der Covid-Notstand hat dazu beigetragen, dass flüssige und dynamische Arbeitsräume an Aufschwung erlangt haben. So kam es zur weiteren Verbreitung der Arbeit im Home Office und der anschließenden Notwendigkeit, die Arbeitsräume anzupassen.
Vermietung von Geschäftsräumen und Büros: die Mieten fallen
Ein aktueller Bericht von World Capital hat ergeben, dass im ersten Quartal 2020 die Mieten gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum deutlich gefallen sind. Die Eigentümer von Gewerbeimmobilien und Büros sind aufgrund der großen Änderungen, welche die Pandemie mit sich geführt hat, bereit, die Mieten zu senken, um einen Leerstand zu vermeiden. Es wäre sehr schwer sich in der aktuellen Lage neu auf dem Markt positionieren zu müssen.
Die Zahlen bestätigen die Fakten im Bericht. Mailand ist weiterhin die Stadt, welche die meisten Geschäfte anzieht. Hier sind die Mieten in zentraler Lage weiterhin hoch, sind jedoch von 585 Euro in 2019 auf 550 Euro gefallen. Man kann jedoch auch Angebote finden, die weit unter diesen Zahlen liegen. In diesem Bereich sind die Mieten von 320 Euro in 2019 auf 200 Euro gesunken.
Wie verhalten sich die Unternehmen?
World Capital hat ein Feedback von etwa 200 Vertretern der Dienstleistungsbranche erhalten. Dabei wurde herausgefunden, dass mehr als die Hälfte der Stichprobe ihre Arbeitsräume bereits verändert und auf die aktuellen Bedürfnisse angepasst haben. 23 % haben den Abstand zwischen den Arbeitsplätzen im Büro vergrößert, 14,9 % lassen die anwesenden Arbeitskräfte alternieren und jeweils im Homeoffice arbeiten, 6,8 % haben Open-Space-Bereiche in getrennte Büros umgewandelt und 8,1 % haben Luftreiniger angeschafft.
Darüber hinaus gibt es viele, die neue Büroräume suchen (etwa ein Fünftel der Stichprobe). Dabei unterteilt sich die Gruppe in diejenigen, die kleinere Räumlichkeiten suchen, da das Personal im Homeoffice arbeitet (13,5 %) und diejenigen, die größere Räumlichkeiten wünschen, um einen größeren Abstand zwischen den Angestellten zu garantieren (5,4 %). Des Weiteren gibt es neue Bedürfnisse, die sich auf die Technik beziehen. 32,4 % möchten in spezifische Server für die Fernarbeit investieren, 25,7 % möchten mehr Konferenzräume mit angemessener Technik für Videokonferenzen haben und 24,3 % möchte fortschrittliche Filtersysteme anschaffen.
Francesca Lauritano
idealista.it